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PTK Sommercamp 2010

Bernd Altenhöfer erklärt einen Ellbogenschlag

Viele Facetten einer Kampfkunst entdeckt

Pekiti-Tirsia Europe Sommercamp in Reutlingen ein voller Erfolg

Reutlingen. Eine Woche lang haben sich über 60 Teilnehmer aus ganz Europa in Reutlingen der philippinische Kampfkunst Pekiti-Tirsia Kali (PTK) gewidmet.  „Das Ziel, Kali-Übende aus ganz Europa zusammenzubringen, haben wir erreicht. Die Teilnehmer haben nicht nur intensiv miteinander trainiert und sich technisch verbessert, sondern auch länderübergreifend Freundschaften geschlossen und Besuche vereinbart“, resümierte Europa-Cheftrainer Uli Weidle nach Abschluss des „Sommercamps“ am vergangenen Sonntag, 5. September 2010, zufrieden.

Sieben Tage lang erwartete die Teilnehmer und Teilnehmerinnen jedes Niveaus ein abwechslungsreiches Programm: Nach einem gemeinsamen Aufwärmtraining mit Dehn-, Lauf- und Atemübungen standen Kali-Basismuster auf dem Programm: Schrittarbeit, Drills mit Stöcken, Box- und Kicktraining. Da hoch graduierte Lehrer aus Deutschland, Italien, Bulgarien, Ungarn und Spanien anwesend waren, hatten die Teilnehmer oft die Gelegenheit, ein Spezialtraining auszuwählen – zum Beispiel eine Einheit Langstock, waffenlose Selbstverteidigung oder Doppelstöcke. „Wir haben hier die Vielfalt unserer Kampfkunst erlebt und konnten eigene Schwerpunkte setzen – das war ein gutes Konzept und das Engagement der Lehrer hat uns sehr motiviert“, betonte Nina Brettschneider aus Osnarbrück. Für die Kali-Lehrer Thomas Müller,  Osnarbrück, und Arun Michael Trefz, Freiburg, war es eine neue Erfahrung, eine so große Gruppe zu unterrichten, sich mit anderen Lehrenden auszutauschen, neue Trainierende kennenzulernen und selbst dazuzulernen.

Die Teilnehmer waren einhellig begeistert. „Ich bin froh, dass ich Urlaub bekommen habe und einige Tage am Sommercamp teilnehmen konnte“, betonte Josephine Reinhold, 27 Jahre, aus Bamberg. „Man konnte sich mit jeder Frage an andere Teilnehmer wenden und die Trainer haben sich viel Zeit für uns genommen. Das war mein erstes, aber nicht mein letztes Sommercamp!“ Trainingskollege Alfred Kirchner, 52 Jahre, pflichtete ihr bei: „Es war einfach super, wir haben uns gründlich mit dem Basis-Lehrstoff für die erste Prüfung beschäftigt. Sämtliche Fragen, die ich hatte, wurden durch das Training beantwortet.“  „Das Sommercamp war eine echte Herausforderung. Das Tollste für mich war, als ich beim Abend-Training mit Uli Weidle in Stuttgart sämtliche Bewegungsmuster der Woche wiedererkannt habe und sie kombinieren konnte“, erinnerte sich Lukas B. aus Reutlingen. Der Student will „definitiv wieder“ ein Sommercamp besuchen. Auch das Meistern von „Ausnahmesituationen“ bleibt im Gedächtnis: „Kaum waren wir am ersten Tag draußen, hat es wie aus Gießkannen geschüttet. Wir haben im Platzregen und in der Dunkelheit trainiert, das war eine ganz neue Erfahrung für mich“, berichtete Maria Enzian aus Halle. Die 25-Jährige nimmt aus Reutlingen „jede Menge Muskelkater und tolle neue Übungen“ mit – und das Erlebnis einer sehr solidarischen Gruppe: Regenjacken, T-shirts und Mützen wurden verliehen oder getauscht, Proviant geteilt, Gepäck füreinander getragen.  Auch die Gastfreundschaft der Trainingspartner aus Reutlingen, Tübingen und Stuttgart fiel positiv auf: Neben der Möglichkeit, kostenlos in der Trainingshalle zu übernachten, waren sie ständige Ansprechpartner für die Organisation und sorgten für einen reibungslosen Ablauf des kostenlosen Sommercamps. Nicht zuletzt genossen die Teilnehmer als besondere Highlights das Training in der neuen Schule in Stuttgart-Pragsattel, den Besuch in der Panorama Therme Beuren, die Möglichkeit zum Bogenschießen und das gemeinsame Grillen bei der Wurmlinger Kapelle auf dem Kapellenberg.

Gertrud Lange (gel)