Fehlermeldung

Notice: Undefined index: localized_options in menu_navigation_links() (Zeile 1861 von /var/www/virtual/bernd73/html/includes/menu.inc).

FOM IV: Grundlagen des Dumog

Takedown

Zwei Tage mit dem Motto: „Fallen & rollen, greifen & brechen“

Reutlingen. Ein ganzes Wochenende (16./17. Oktober 2010) widmeten sich Kali-Trainierende dem Dumog-Training in Reutlingen. Das vierte Seminar aus der Reihe „Foundations of Movement“ (FoM) war „anstrengend, aber gut“, wie das begeisterte Fazit lautete. Das Programm war vielfältig undbot ein intensives Training in den Grundlagen des Pekiti Tirsia Kali. Vor allem die praktische Anwendbarkeit des Erlernten stand für die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Großbritannien im Mittelpunkt.

Martin Meissner unterrichtete im ersten Teil des Seminars speziell das Thema Griffbefreiungen. Ob diagonaler oder gleichseitiger Griff, ob das Gegenüber mit einer Hand oder beiden Händen greift – die Teilnehmer lernten, dass es für jeden Griff eine gute Befreiung gibt. Schon eine leichte Drehung der Hand und das Ändern der eigenen Körperhaltung können genügen, um sich aus den Händen eines Angreifers herauszuwinden.

ArmstreckhebelBei Sixt Wetzler stand im Anschluss das geschickte Bewegen am Boden im Mittelpunkt. Dabei lernten die Teilnehmer das wirbelsäulenschonende Fallen und Abrollen auf einer Körperseite, Rollen nach vorne und hinten und das schnelle Aufstehen aus der Bodenlage. Für diese Übungen braucht es vor allem eines: Körperspannung. Um diese zu stärken, wagten sich die Kali-Trainierenden  an Liegestütze, Break-Dance-ähnliche Bewegungen, Kopfstand, Zappelhandstand und Kerze.
Bernd Altenhöfer startete seine Einheit am Sonntag mit einem ausgedehnten Boxtraining, zu dem auch Schrittarbeit und Kicks gehörten. Da im Kali eigentlich nicht geboxt wird, waren einige Teilnehmer überrascht. „Nur wenn man weiß, wie man boxt, kann man entsprechenden Angriffen wirkungsvoll begegnen“, erklärte Bernd Altenhöfer. Roland Roppelt legte in der darauffolgenden Einheit besonders Wert auf Schrittarbeit, korrekten Stand und das harmonische Zusammenspiel sämtlicher Bewegungsabläufe bei Basisdrills wie zum Beispiel „Kick, Twist and Run“. „Als besonders wichtige Erkenntnis habe ich aus dieser Übungseinheit mitgenommen, dass man die Dreiecksschrittarbeit so läuft, dass man sicher und dennoch beweglich auf den Fußballen steht. Die Distanz und das Timing der Abwehr müssen zum Angriff passen und die Hände sollten immer oben sein“, schilderte Alfred Kirchner seine Eindrücke. Helmut Bauer zeigte den Seminarteilnehmern in der Abschlusseinheit Finger-, Handgelenks,- Ellenbogen und Schulterhebel, die im Ernstfall Gelenke eines Angreifers zerstören könnten.

Am frühen Sonntagabend machten sich die Kali-Trainierenden wieder auf den Weg nach Hause – bereichert um neue Freunde, viele intensive Trainingsstunden, einem enormen Muskelkaterund der Hausaufgabe, das Erlernte im weiter zu trainieren und zu verfeinern.

Gertrud Pechmann