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Kämpfen und Heilen gehören zusammen

Fight & Heal Seminar beim Kali-Fighter e. V. in Würzburg

Teilnehmer begeistert vom ersten „Fight&Heal“-Seminar in Würzburg

Pekiti Tirsia Kali bietet den Trainierenden eine effektive Selbstverteidigung für den Notfall. Doch die Bewegungen sind nicht nur dazu gemacht, zu zerstören. Vielmehr erhalten sie auch gesund! Die Probe auf das Exempel machten Kampfkunsttrainierende aus verschiedenen Teilen Deutschlands, die am Samstag, 9. April, das „Fight&Heal“-Seminar in Würzburg – dem ersten Kurs seiner Art – besuchten.

Bernd Altenhöfer (Kali-Fighter e.V. Würzburg) eröffnete den Tag mit Qi Gong Übungen. Die „acht Brokate“ schulten besonders die Achtsamkeit, Atemtechnik und Vorstellungsvermögen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Vortrag von Jürgen BrixSo war das Dutzend Besucher gut auf den Fachvortrag mit Physiotherapeut Jürgen Brix (Kalitraining Haßfurt) eingestimmt. „Wer kämpfen lernt, sollte sich auch mit dem menschlichen Körper und seiner Funktionsweise auseinander setzen“, betonte Jürgen Brix. Der Körper eines Menschen bestehe aus mehr als 200 Knochen, 100 Gelenken und 640 Muskeln. Die Muskeln arbeiteten nur in entspanntem Zustand gut und schmerzfrei. Deshalb seien eine gesunde Haltung, ein angepasstes Training, gesunde Ernährung und Entspannungsübungen wichtig für jeden Menschen. Für die Haltung seien das Becken, die Brust- und Halswirbelsäule sowie die Kopfgelenke entscheidend.

HebelbeispieleDie Kampfkünste und Kampfsportarten nutzten die Funktionsweise der Gelenke für Verriegelungen bei Hebeln und weiterführenden Bewegungen, erklärte Brix. Wenn die Beweglichkeitsgrenze eines Gelenks erreicht sei, folge das nächste Gelenk, bis der ganze Körper dem Hebel folge. Gleichzeitig könnten beispielsweise Schulterhebel aber gleichzeitig eine gute Dehnung bei verkrampfter Schultermuskulatur sein. Wie die Wirbelsäule und das Schulterblatt aufgebaut sind, sahen die Teilnehmer an einem Skelett-Modell. Bei einer praktischen Übungseinheit zeigte Bernd Altenhöfer Handgelenks-, Ellenbogen- und Schulterhebel, während Jürgen Brix die Wirkweise erläuterte.

RückenmassageDanach ging es darum, beim Partner Arme und Schultergelenke mit den richtigen Griffen zu mobilisieren. Auch an eine von Jürgen Brix professionell angeleitete Rückenmassage wagten sich die Teilnehmer. Mit guten Ergebnissen. „Triggerpunkt gefunden, Triggerpunkt entfernt!“, freute sich eine Teilnehmerin. Sämtliche Seminarteilnehmer waren vom ersten Fight&Heal-Seminar einhellig begeistert und freuen sich auf die Fortsetzung dieser Seminarreihe. „Es war toll, von einem Fachmann zu erfahren, warum zum Beispiel Hebel funktionieren, was passiert, wenn Muskeln verletzt sind und was man bei Verspannungen tun kann“, zog Anja Simon ihr persönliches Fazit. „Ich fand es spannend, mich einmal mit der anderen Seite einer Bewegung zu beschäftigen, die ich sonst als Kampfanwendung trainiere“, erklärte Arno Braungart.

Gertrud Pechmann