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Von Pekiti-Tirsia und Selbstverteidigung in der U-Bahn...

… Mai-Seminar von Uli Weidle vertiefte Basics für den Ernstfall

Zwei Tage hat Europa-Cheftrainer Uli Weidle aus Reutlingen  eine größere Gruppe Pekiti-Tirsia-Kali-Enthusiasten aus Deutschland und Österreich am 7. und 8. Mai 2011 in Bamberg unterrichtet.  So sehr die Freude am Training der philippinischen Kampfkunst im Vordergrund stand, so ernst war der Hintergrund für die hohen Anmeldezahlen: Sämtliche Teilnehmer bewegten die brutalen Übergriffe in den U-Bahnen deutscher Großstädte. Und so wünschten sie sich einstimmig eine Vertiefung der „Basis-Selbstverteidigung für den Ernstfall“.

Uli Weidle gelang es, auf sämtliche Wünsche einzugehen. Die Gruppe übte in den Räumen von TAO e.V. und auf der Jahnwiese im Hain zunächst Drills für Angriffe aus verschiedenen Richtungen. Die Sinawali, standardisierte Bewegungsabläufe mit dem Stock, bekamen durch die Erklärungen von Uli Weidle noch einmal mehr Bedeutung, indem er auf den richtigen Zeitpunkt für die Anwendung, korrekte Schrittarbeit, saubere Winkel und die damit verbundene Körpermechanik einging. Der Europa-Cheftrainer nahm sich viel Zeit für Fragen der Gruppe und gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hilfreiche Tipps für ihr Training.

Die Kali-Übenden genossen die zwei Tage sichtlich. Harald aus Ansbach war begeistert vom guten Umgang der Teilnehmer untereinander, der reibungslosen Organisation – aber zuallererst der Lehrmethode von Uli Weidle. „Uli erzählt und zeigt Situationen, wie sie sich im Alltag ereignen können. Er veranschaulicht, was passieren kann, was eine angemessene Reaktion auf einen Angriff sein kann und regt stets zum Nachdenken an. Er ist nicht ohne Grund Europa-Cheftrainer!“ Stefan aus Bamberg sah das genauso. „Wir haben überraschende Angriffe einbezogen. Mir ist klar geworden: Jeder Mensch kann urplötzlich von Aggression, Anmache oder sogar einem lebensbedrohenden Angriff betroffen sein und muss blitzschnell entscheiden, wie er sich verhält. Ich persönlich habe wieder einmal gemerkt, wie lebensrettend unsere Kampfkunst sein kann.“ Jürgen Brix, selbst Kali-Trainer im Landkreis Haßfurt, gefiel besonders der geschickte Aufbau der Übungen. „Uli hat mit den Basis-Übungen angefangen und sie dann schrittweise bis zu sehr fortgeschrittenen Techniken ausgebaut. So haben Beginner wie Fortgeschrittene viel gelernt.“ Er habe sein Augenmerk besonders auf die korrekte Armhaltung, die Positionierung zum „Gegner“ und die Schrittarbeit gelegt. „Uli hat direkt korrigiert und erklärt. Das war ein tolles Training“, sagte Hannelore aus Bamberg, die zum ersten Mal an dem traditionellen Mai-Seminar von Uli Weidle in Bamberg teilgenommen hat. Nun hat sie das „Seminarfieber“ gepackt. „Das war nicht mein letztes Kali-Seminar!“ Philipp aus Wien war der Teilnehmer, der die weiteste Anreise für das Seminar in Kauf genommen hatte. Sein Motiv? „Tolles Training, wir haben die Bandbreite von Pekiti Tirsia erlebt und geübt.“ Außerdem habe er das Treffen mit den anderen Teilnehmern genossen, die er noch vom Seminar im Vorjahr kannte. Das gemeinsame Abendessen am Samstagabend in Schammelsdorf sei ein schöner Programmpunkt gewesen.

Gertrud Pechmann