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Philippinen 2006

Am Sonntag, den 19.03.2006, kamen um 7.00 Uhr morgens die ersten Teilnehmer dieses Trainingscamps nach rund 13-stündiger Flugzeit auf dem Flughafen in Manila an. Beim Verlassen des klimatisierten Flughafens liefen wir erst einmal gegen eine Wand: der Temperaturunterschied vom schneebedeckten Deutschland zu den wolkenfreien, sonnigen Philippinen war enorm. Schon zu dieser frühen Morgenstunde war es beinahe unerträglich heiß.

Vor dem Flughafengebäude wurden wir von Uli empfangen, der bereits seit 2 Wochen vor Ort war, um die letzten organisatorischen Hürden zu nehmen. Mit einem Kleinbus und zwei Autos (alle mit Klimaanlage :) ging es schließlich zu unserem Hotel im Stadtteil Makati.

Die nächsten zwei Tage hatten wir Zeit, uns zu aklimatisieren, da wir auf den Rest der Gruppe warten mussten, die Stück für Stück eintrudelte. Sich an diese Hitze zu gewöhnen war aber nicht einfach für einen „schneeverwöhnten“ Mitteleuropäer, so hangelten wir uns schwitzend von Klimaanlage zu Klimaanlage.
Die Abendgestaltung übernahm Tuhon, er zog mit uns um die Häuser, was soviel heißt wie: von Karaokebar zu Karaokebar :)

Während der zweitätigen Wartezeit ergab sich auch die Gelegenheit, die Marines kennenzulernen, die unser Training begleiteten. Als am dritten Tag die Gruppe vollständig war, verließen wir das Hotel in Manila und fuhren zu dem Trainingsgelände nach Antipolo, wo wir die nächsten 3 Tage verbringen sollten. Dieses wunderschöne Areal ließ für die Trainierenden keine Wünsche offen: große Bäume mit herrlichem Schatten sowie eine offene Rasenfläche.

Jetzt kommt der Punkt, an dem die Lobeshymnen über dieses gelungene Camp nicht mehr aufhören können, denn was Uli und Jay auf die Beine gestellt haben, sucht seinesgleichen.

Training mit Grand Tuhon Der Tag begann um 5 Uhr morgens mit dem morgendlichen Lauf zum Trainingsgelände, wo uns bereits Sgt. Baltazar zum Aufwärmtraining erwartete. Nach Kräftigungsübungen und Stretching durften wir ein erstes kleines Frühstück aus verschiedenen frischen Früchten, einem gesüßten Sojaquarktrunk und vielen Kokosnüssen genießen. So gestärkt, konnten wir das Training wieder aufnehmen und machten uns daran, auf die Reifen zu schlagen. Im 2-Stunden-Rhythmus wurden von Jay’s Mutter und deren Helferinnen weitere kleine Köstlichkeiten gereicht und wir konnten ohne größere Unterbrechungen und ohne „Magenüberfüllung“ durch eine einzige große Mahlzeit bis in den Abend hinein trainieren.

Ein weiteres Highlight in Antipolo war das von Uli organisierte Massageteam: Jeder Teilnehmer kam einmal täglich in den Genuß einer Hilot-Massage, so konnte das gesamte Trainingscamp ohne größere Ausfälle durchgezogen werden.

Nach diesen 3 ereignisreichen, anstrengenden Tagen ging es zurück nach Makati (Manila), wo wir den nächsten Tag zur Entspannung und Vorbereitung auf das Training im Beach Resort nutzen konnten. Diesen „Erholungstag“ verbrachte ich jedoch mit Tuhon und zwei Kollegen auf einem Schießstand, wo wir auf Einladung von Sgt. Baltazar und Sgt. Torres unsere Schießkünste erproben konnten. Eine sehr interessante Erfahrung!

Einen Tag später ging es bereits weiter nach San Juan, unserem nächsten Trainingsort. Unterwegs nahmen wir unser Mittagessen in einem Restaurant mit einem herrlichen Ausblick auf einen Vulkansee ein und bewunderten traditionelle und spanisch beeinflusste Tänze.

Bei einem weiteren Zwischenstopp in Batangas, dem Ursprungsort des Butterfly-Messers, erhielte wir die einmalige Gelegenheit, eine tranditionelle Messerschmiede zu besichtigen.

Am Abend erreichten wir müde unser Reiseziel und mussten leider feststellen, dass die Annehmlichkeiten einer Klimaanlage nicht allgegenwärtig sind. Inzwischen hatten wir uns aber an das Klima gewöhnt und das blaue Meer, der Strand, das köstliche Essen und die freundlichen Leute machten den Verlust sehr schnell wieder wett.

Die nächsten 3 Tage vergingen wie im Flug. Training, Essen, Training, Essen, Training, Essen ……und schon wieder ein Tag vorbei. Das Training war hier von herausragender Qualität, aber auch genauso anstrengend. Tuhon teilte die Teilnehmer in zwei Gruppen auf, welche abwechselnd von ihm und Rommel unterrichtet wurden. In diesen Kleingruppen konnte er den einzelnen Teilnehmern sehr viel Aufmerksamkeit widmen, so dass es mehr ein Privattraining denn ein Gruppentraining war.

Als besonderes Special lernten wir an einem Abend auch Tito Boy kennen, einen der führenden Hilot-Heiler auf den Philippinen. Wir hoffen alle, dass in künftigen Camps das Hilot mit einbezogen wird und würden uns freuen, mehr von Tito Boy zu erfahren und von ihm zu lernen.

Leider gingen auch diese Tage viel zu schnell vorüber und wir mussten schweren Herzens Abschied nehmen und nach Makati zurückkehren.

Der krönende Abschluß des Camps war eine Fiesta am letzten Tag in Antipolo, wo es Jay’s Mutter „küchentechnisch“ noch einmal so richtig krachen ließ. Unbeschreibliche Köstlichkeiten wurden uns geboten: Austern, Muscheln, Fisch, Hühnchen, Schwein, Rind, Reis, Nudeln, Desserts…….. alles, was sich ein Mensch nur wünschen kann.

Dieser Tag in Antipolo ließ mein Herz schwer werden, denn ich wusste, der Abschied war nahe. Die Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Wärme dieser Menschen machte es sehr schwer, diesem Ort zu verlassen.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals persönlich bei Uli und Jay bedanken, die dieses Trainingscamp so fantastisch organisierten und es damit zu mehr als nur einem einfachen Camp gemacht haben. Sie machten es zu einem Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.

Fazit:

Teilnehmer Pekiti-Tirsia Philippinen Camp 2006Es war ein gelungenes Camp, das nicht nur wegen des Trainings herausragend war. Ich habe in diesen zwei Wochen sehr viel gelernt. Trotz der Armut ist dieses Land ein Land des Lächelns und der Gastfreundschaft und wir wurden aufgenommen wie Freunde. Ich hoffe, dass wir einen ähnlich positiven Eindruck bei unseren Gastgebern hinterlassen konnten wie sie bei uns.

Mir blieben noch zwei Tage, um mich auf die Heimreise vorzubereiten. Am Abreisetag nahm ich mir ein Taxi zum Flughafen und trat meinen 13-stündigen Rückflug an. Schade, ich wäre gerne noch geblieben.

Als ich den Flughafen in Nürnberg verließ, war es für mich beinahe unerträglich kalt.